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Gentechnik: Was ist das?


Bei der Gentechnik wird die Struktur der Erbanlagen von Organismen so verändert, wie es bei einer konventionellen Züchtung nicht hätte möglich sein können. So entstehen Kreuzungen artfremder Organismen wie z.B. Mensch und Maus, Fisch und Tomate, oder Bacillen-Gene in Pflanzen. Bei der Agro-Gentechnik werden auf diese Weise Pflanzen dahingehend verändert, dass sie z.B. selbst Pestizide produzieren oder Resistent gegen Unkrautvernichtungsmittel werden.

Weitere Informationen u.a. beim Umweltinstitut München

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Gentechnik: Wen betrifft es?


Es sind bei weitem nicht nur die Landwirte, die von der Gentechnik betroffen sind. Ob Cornflakes, Schweinshaxen oder Vitamintabletten: spätestens über die Lebensmittel kommt ein jeder damit in direkten Kontakt. Darüber hinaus haben uns die Erfahrungen seit dem Begin des kommerziellen Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen 1995 in Nordamerika gezeigt, dass praktisch alle Bereiche des (öffentlichen) Lebens davon betroffen sind. Sei es das soziale Leben, Politik, Ökonomie, Ökologie, Wissenschaft oder Gesundheit - aus der ganzen Welt gibt es hierzu eindrückliche Erfahrungsberichte und Studienergebnisse.

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Gentechnik: Was wird versprochen?


Beitrag zum Klimaschutz, Reduzierung der benötigten Pestizide, höhere Einkommen für Landwirte, Entwicklung neuer Pflanzen (z.B. Trockenheitsresistenz, Pharma-Pflanzen), höhere Erträge,  Bekämpfung des Welthungers – dies sind die Hauptargumente, mit denen die Industrie ihre GV-Pflanzen umwirbt.

Mehr dazu: www.monsanto.de

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Gentechnik: Wie hat sie sich bislang ausgewirkt?
Aus aller Welt


Indien:
durch den Einsatz gentechnisch veränderter Baumwolle, die resistent gegen den Bollwurm sein sollte, (d.h. die Pestizide werden in der Pflanze selbst produziert) entstanden katastrophale Missernten. Die Schädlinge wurden sehr schnell resistent, wodurch erheblich mehr Pestizide verwendet werden mussten.  Im Zusammenhang mit dem vierfach teureren Gen-Saatgut, den gestiegenen Pestizidpreisen, und hoher Zinsen wurden hunderttausende von Landwirten in den Ruin getrieben. Sie sahen keinen anderen Ausweg, als ihr Land oder eine ihrer Nieren zu verkaufen. Oder sich das Leben zu nehmen.

Mehr hierzu unter: Navdanya

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Kanada:
Die Landwirte Percy und Louise Schmeiser züchteten über Jahrzehnte hinweg in Saskatchewan Raps. Monsanto verklagte sie, da gentechnisch verändertes Saatgut auf den Feldern der Schmeisers gefunden wurde. Es war dort jedoch weder ausgesät worden, noch von den Schmeisers erwünscht. Das GV-Saatgut ist jedoch patentiert, sodass der Patentinhaber Lizenzgebühren einfordern kann. Dies geschieht auch, wenn das GV-Saatgut ungewollt (z.B. durch Pollenflug) wächst und dadurch dem Landwirt erheblichen Schaden zufügt. Im Falle der Schmeisers gab einen viele Jahre andauernden Rechtsstreit bis vor das oberste kanadische Gericht.

Mehr darüber unter Percy Schmeiser on tour

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Schottland:
 Prof.Arpad Pusztai fütterte gentechnisch veränderte Kartoffeln an Mäuse und stellte gravierende Schäden an Organen und Gehirnschrumpfungen fest.

Mehr hierzu unter: Umweltinstitut München e.V.

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Österreich:
Wissenschaftler stellten fest, dass sich der in Europa zugelassene GV-Mais MON 810 negativ auf die Fruchtbarkeit von Mäusen auswirkt.

Quelle Greenpeace

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China:
eine Langzeitstudie der Universität von Cornell belegt, dass das Einkommen von chinesischen Landwirten, die gentechnisch veränderte Baumwolle anbauten, über sieben Jahre hinweg um 8 % sank.

Quelle: Schrot und Korn, Ausgabe 10/2008

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Argentinien:
zwischen 1997 und 2004 steigt der Verbrauch an dem Spritzmittel Glyphosat um 58%, da die Unkräuter Resistenzen dagegen bilden.

Quelle: Greenpeace

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Russland:
mit gentechnisch verändertem Soja gefütterte Ratten weisen zwar keine verminderte Fruchtbarkeit auf. Dafür ist die Sterberate der Jungen innerhalb der ersten drei Wochen um das achtfache erhöht.

Quelle: Gentechnikfreies Baumbach

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Mexico:
trotz eines Anbauverbotes stellen Wissenschaftler einen hohen Kontaminationsgrad bei Mais in entlegenen Bergdörfern fest.

Mehr hierzu unter: Scidev

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Kanada:
Transgene Lachse weisen dramatisch erhöhte Wachstumsraten auf. Zugleich zeigen sie jedoch artfremdes Verhalten und Verwesungserscheinungen noch während der Wachstumsphase auf.

Quelle: Dokumentarfilm „Leben Ausser Kontrolle“

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Spanien:
Biolandwirte in Katalonien sehen sich nicht mehr dazu in der Lage, Mais in biologischer Anbauweise zu bewirtschaften, da die Kontaminationsgefahr zu hoch ist.

Quelle: Genfood? Nein, danke!

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Deutschland:
Ein Imker kann seinen Honig nicht mehr verkaufen, da sein Honig gentechnisch verunreinigt ist. Seine Bienen hatten von einem nahegelegenen, staatlichen Experimentierfeld GV-Pollen eingeholt. Der Imker klagt auf Schadensersatz, in erster Instanz verliert er jedoch.

Quelle: Bienen-Gentechnik.de

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USA:
der weltgrößte Gentech-Konzern, Monsanto, meldet für das erste Quartal 2008 eine Profitsteigerung von 26% gegenüber dem Vorjahr.  Der Grossteil dieser 3.600.000.000 US-Dollar wird durch die gestiegene Nachfrage an chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln erwirtschaftet.

Quelle: Gentechnikfreies Baumbach

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USA:
auf bislang ungeklärte Weise gelangt ein nicht zugelassener, transgener Reis in die Nahrungsmittelkette. Er wird auch in Europa nachgewiesen, und muss wieder zurück verschifft werden. Der Langzeitschaden wird auf 1 Milliarde Euro geschätzt. Die Gentech-Industrie weist alle Schuld von sich, obwohl sie die Kontamination jahrelang verschwiegen hatte.

Quelle: Greenpeace

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Wissenschaft:
Eine von mehr als 400 Wissenschaftlern geführte Studie belegt, dass die Zukunft der Landwirtschaft der regionalen, nachhaltig wirtschaftenden (biologisch), gentechnikfreien Landwirtschaft gehört.

Quelle: Agassessment Watch

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Planet Erde:
bislang gibt es keine Studie zu den Auswirkungen gentechnisch veränderter Organismen auf die menschliche Gesundheit. Bei den Genehmigungsverfahren genügen den Behörden die Herstellerangaben.

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