“Ihr müsst umdrehen, der Jakobsweg führt in die andere Richtung”. Das hören wir zur Zeit viele Male am Tag, wenn wir nach dem Jakobsweg fragen. Es ist hier für die Menschen nur schwer verständlich, wie man in entgegengesetzter Richtung fahren kann. Stück für Stück fragen wir uns bei den Pilgerern durch, ob der nächste Wegabschnitt mit der Kutsche befahrbar ist. Auf diese Weise ist es uns möglich auf zahlreichen wunderschönen Feldwegen unterwegs zu sein und nur noch halb so viel auf Straßen ausweichen zu müssen. Auf diese Weise begegnen wir einem Spanier, dem seine Augen zu leuchten beginnen, als er von unserem Thema hört. Sein Vater lebt in Almeria als Landwirt, d.h. er hat riesige Gewächshäuser und pflanzt hauptsächlich Paprika und Tomaten an. Er teilt all die Sorgen mit seinem Vater und erzählt uns über die ganze Entwicklung dieser Gewächshauslandschaft; wie schnell sich Resistenzen auf welche Pestizide gebildet haben und wie jetzt, da es von der EU unterstützt wird, ca. 40% der Gewächshäuser mit Nutzinsekten arbeitet und innerhalb eines Jahres der Schädlingsbefall drastisch zurückgegangen sei. Dennoch sei die Bewirtschaftung noch Meilenweit von Bio entfernt.
Bei einem Telefontermin mit Radio SWR4 erfahren wir gute Neuigkeiten aus Deutschland: “Haben Sie schon erfahren, dass soeben die Landwirtschaftsministerin Aigner den Anbau sowie Saatguthandel des GV-Mais (Mon810) ab sofort verboten hat?” Wir jubeln, das ist doch mal ein Anfang! Hoffen wir mal, dass es nicht nur kurzfristig ist, um mehr Wählerstimmen zu bekommen.
Wer möchte, kann morgen, Mittwoch um 08:45 ein Live-interview zu diesem Thema mit uns mitbekommen.
Mehr Infos über das Verbot:
http://www.keine-gentechnik.de/bibliothek/zulassungen/dossier-mon-810-mais.html
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