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Die Pferde

Paddy und Mark sind zwei Irish Cob. Sie wurden in England geboren und gelangten über den Pferdehändler Füssinger zum Hubertushof in Mennwangen. Dort erhielten sie – und wir - eine hervorragende Grundausbildung nach Monty Roberts, sodass uns das Einfahren keine großen Schwierigkeiten bereitete.

Doch die Zeit wurde knapp, und so freuten wir uns sehr, dass uns Odilie O’Connell und Walter Tepel beim Trainieren und Einfahren halfen. Herr Lauding, der schon über hundert Gespanne eingefahren hat, sprang ein, als sich Maria wenige Wochen vor dem Abfahrtstermin einer Not-Op unterziehen musste. Dank seiner hervorragenden Arbeit wurden Paddy und Mark so innerhalb weniger Tage zu zuverlässigen Kutschenpferden.

Paddy hat bei den beiden das Sagen. Demonstrativ pflegt er sich nach der Mahlzeit mitten in das Futter hinein zu legen. Auf dem Weg zur Weide drängt er mit vier Siebenmeilenstiefeln vorwärts, und stapft zielstrebig zur saftigsten Stelle. Seinen Hunger oder die Freude, uns wieder zu sehen, drückt er mit einem Wiehern aus, bei dem die Königin der Nacht vor Neid glatt erblassen könnte. Mark hingegen setzt auf Zurückhaltung und einen für die Damenwelt unwiderstehlichen Schnauzbart. Zudem versteht er es vortrefflich, nur so viel zu arbeiten, dass die Zugstränge gerade so gespannt sind. Wenn es nach ihm ginge, würde er gemächlich neben seinem vorwärts drängendem Kollegen daherbummeln, und seine Kräfte für die steileren Wegstrecken aufbewahren.

Wir entschieden uns für Tinker, da sie seit Jahrhunderten in Irland die Wägen der Messerschleifer und Kesselflicker von einem Ort zum anderen gezogen haben. Daher steckt es ihnen schon im Blut, nicht nur verlässlich den Wagen zu ziehen, sondern auch täglich den Platz zu wechseln. Sie sind zäh und anspruchslos und haben dabei einen sehr ausgeglichenen Charakter. Da wir das Tempo unserer Reise den Pferden anpassen, entscheiden wir zumeist spontan, wo wir unser Nachtlager aufschlagen. Wir rechnen mit einer durchschnittlichen Tagesdistanz von 20 ca. Kilometern.

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Die Pferde

Maria Schlegel, geb. 1978, Masseurin und med. Bademeisterin und
Markus Schlegel, geb. 1976, Bootsbauer.

Bevor wir auf einem kleinen Segelboot drei Jahre lang entlang der europäischen Küsten und bis in die Karibik segelten, sammelten wir auf verschiedenen Bio- und biologisch-dynamischen Höfen und Märkten Erfahrungen. Auf unserer Segelreise erlebten wir hautnah die ganze Bandbreite an Folgen der globalisierten, industriellen Landwirtschaft. Geschmacklose „Einheitslebensmittel“, tragische Flüchtlingstrecks, riesige Landstriche überdeckende Monokulturen und Gewächshauslandschaften, ungenießbares Wasser, überfischte und verschmutzte Meere - dies alles rief uns täglich ins Bewusstsein, dass dringend ein Umdenken stattfinden muss.

Mehr zu unserer Segelreise auf unserem Reiseblog 

Indem wir kompetente Persönlichkeiten zu Worte kommen lassen und den Rahmen für produktiven Gedankenaustausch geben, wollen wir der uns häufig begegneten Gleichgültigkeit und dem mangelnden Wissen begegnen. Aus unserer langjährigen Erfahrung mit Pferden und Kutschen wuchs die Überzeugung, dass diese Kutschenreise ein effektives Mittel sein kann, um Aufmerksamkeit zu erhalten und Interesse zu wecken.

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Fiona
Nachdem unser lieber Francois, ein Strassenhund aus der Karibik, in Tarragona von einem Auto überfahren wurde, entschieden wir uns schweren Herzens, einen neuen Gefährten hinzuzunehmen. Aus dem Tierheim holten wir Fiona, eine verspielte und clevere Mischlingsdame, die uns auf Trab und Laune hält. Mit ihrem tiefen Bellen sorgt sie für Sicherheit. Zumindest solange sie sicher auf dem Kutschbock sitzt, denn eigentlich ist sie nicht so tapfer, wie sie tut – doch ihr Mut und ihre Zutraulichkeit wachsen von Tag zu Tag.